Saisoneroeffnung des Hamburger SV im Volksparkstadion 1. Fussball Bundesliga Saison 2017-2018 Saisoneroeffnung des Hamburger SV im Volksparkstadion Hamburger SV - Espanyol Barcelona v.l.: Gerard Moreno (Espanyol Barcelona), Rick van Drongelen (Hamburger SV)

Foto: © imago/Michael Schwarz

Die Teams haben ihre letzten Testspiele absolviert, am Wochenende stehen die ersten Pflichtspiele der Bundesliga-Saison 2017/18 an. Viele der Bundesligisten haben sich auf einigen Positionen verstärkt, doch welche der Neuzugänge haben zum Start eher schlechte Karten im Kampf um die Stammplätze?

Es wurden ausschließlich Neuzugänge aus ausländischen Ligen berücksichtigt.

Fünf Neuzugänge mit guten Aussichten auf einen direkten Stammplatz
Karim Rekik Hertha BSC im Testspiel gegen Liverpool

Die Saison steht vor der Tür, am Freitag steht für die Bundesligisten im DFB-Pokal das erste Pflichtspiel der neuen Saison 2017/18 an. Grund genug für Comunioblog, fünf Neuzugänge mit großen Chancen auf einen direkten Stammplatz in ihrem Team zu beleuchten.

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Ailton (VfB Stuttgart, Abwehr, 1,57 Mio., -)

Der Brasilianer mit großem Namen ist für rund eine Million Euro von GD Estoril Praia zum VfB Stuttgart gewechselt. Aktueller Platzhirsch auf der Linksverteidigerposition beim VfB ist Insua, der seine Position wohl nicht freiwillig räumen wird. Außerdem wird der brasilianische Neuzugang einige Zeit zur Eingewöhnung brauchen: Das Tempo der Liga, das Umfeld und die Sprache sind absolut neu und ungewohnt für ihn, sodass er einige Zeit zum Ankommen benötigen wird.

Insua fehlt dem VfB jedoch für die Spiele gegen Cottbus und Hertha BSC, sodass Ailton vermutlich erst einmal ins kalte Wasser geworfen wird. Neuzugang Dennis Aogo dürfte noch nicht so weit sein. 

Daichi Kamada (Eintracht Frankfurt, Mittelfeld, 1,46 Mio., -)

Der 20 Jahre alte Japaner Kamada kam für rund zwei Millionen Euro von Sagan Tosu aus der japanischen J-League. Die junge Offensivkraft hat gute spielerische Anlagen, muss sich jedoch ebenfalls an das Liga-Tempo gewöhnen und körperlich robuster werden.

Im Laufe der Bundesliga-Saison könnte der Japaner durchaus eine Alternative im offensiven Mittelfeld der Eintracht werden – zu Beginn wird er aber erst einmal auf der Bank Platz nehmen müssen.

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Niklas Süle, Abwehr, für 20 Mio. Euro von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern München, Bildquelle: Imago

Yuning Zhang (SV Werder Bremen, Sturm, 1,45 Mio., -)

Böse Zungen behaupten, dass Yuning Zhang nur verpflichtet wurde, um lukrative Sponsoren-Deals mit chinesischen Investoren abzuschließen. Ob das nun die Wahrheit ist oder nicht, Fakt ist lediglich: Zhang gehört in der kommenden Saison zum Kader des SV Werder Bremen.

In den Testspielen gelangen Zhang zwei Tore, reif für regelmäßige Bundesliga-Einsätze ist der 20-jährige jedoch noch lange nicht. Ganz abgesehen davon, dass es schwer wird, am eingespielten Duo Kruse/Bartels vorbeizukommen. Bremen beantragte eine Spielerlaubnis für die U23, die aktuell in der dritten Liga spielt – ein deutliches Zeichen? Ebenfalls denkbar wäre, dass Zhang für die chinesische U20-Nationalmannschaft spielt, die ab dieser Saison in der Regionalliga Südwest ohne Wertung antritt. Es bleibt spannend, wo sich Zhang letztendlich einfügt.

Jean-Kevin Augustin (RB Leipzig, Sturm, 10,98 Mio., -)

Hasenhüttl hat zwar bereits in der Vorbereitung verlauten lassen, dass kein Spieler eine Stammplatzgarantie hat, doch es ist schwer vorstellbar, dass er seine funktionierende Offensive gleich zu Beginn umbauen wird. Poulsen und Werner haben in der vergangenen Saison hervorragend harmoniert und werden vermutlich auch in der Kombination wieder in die neue Saison gehen.

Werner ist trotz Hasenhüttls ausgeschlossener Stammplatzgarantie aller Voraussicht nach gesetzt – bleibt Augustin noch der Zweikampf mit Poulsen. Yussuf Poulsen ist extrem mannschaftsdienlich, Werner ähnlich wie Augustin eher ein Vollstrecker. Aus diesem Grund scheint es so, dass Augustin als Reservespieler in die neue Saison startet. Ohne Zweifel hat der 20-jährige Neuzugang von Paris St. Germain jedoch die Anlagen, auf lange Sicht auf seine Minuten zu kommen.

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Rick van Drongelen (Hamburger SV, Abwehr, 1,89 Mio., -)

Bei Rick van Drongelen (oben im Bild) ist es nicht sicher zu sagen, aber vermutlich wird auch er es nicht schaffen, als Stammspieler in die Saison zu gehen. Van Drongelen (18) ist ein bulliger Innenverteidiger, der eine exzellente Zweikampfführung vorweist. Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos sind jedoch eine Nummer zu groß für den Youngster. Eine Verletzung einer der beiden Stammkräfte scheint auf der Innenverteidigerposition scheint momentan van Drongelens einzige Chance auf regelmäßige Einsatzzeiten zu sein.

Sein Pluspunkt lautet, dass er auch als Linksverteidiger auflaufen kann. Bekanntlich ist der HSV auf dieser Position mit Douglas Santos recht dünn besetzt, außerdem werden ihm immer wieder Wechselgedanken nachgesagt. Außerdem hält sich seit einigen Tagen das hartnäckige Gerücht, dass Stafylidis vom FC Augsburg in den Norden zum HSV wechseln soll und will.

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Autor: Markus Teschner

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