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Holger Badstuber wird für ein halbes Jahr vom FC Bayern München an den FC Schalke 04 ausgeliehen. Für den Pechvogel, der seit 2012 diverse schwere Verletzungen erlitten hatte, ist das die Chance auf mehr Spielpraxis als zuletzt – wohl zum Leidwesen eines anderen Innenverteidigers bei den Königsblauen.

„Ich bin dankbar, dass der FC Bayern meinem Wunsch nachgekommen ist. Ich möchte auf Schalke die Spielpraxis sammeln, die ich jetzt brauche, und freue mich auf meine Zeit in Gelsenkirchen“, twitterte Holger Badstuber am Dienstagnachmittag als der Wechsel des Innenverteidigers zu den Königsblauen fix war.

Aus sportlicher Sicht ist es natürlich ein Abstieg, aber in Gelsenkirchen könnte Badstuber endlich das machen, was er lange Zeit nicht konnte und zum Ende bei den Bayern nicht durfte: spielen. „Ich war oft gut darin, positiv nach vorne zu schauen“, äußerte er sich weiter. „Das möchte ich auch jetzt tun und ich freue mich, Schalke im nächsten halben Jahr helfen zu können, und nicht zuletzt einfach nur aufs Fußball spielen.“

Sein Vertrag bei den Bayern läuft im Sommer zwar aus, soll aber angeblich verlängert werden. Zu lesen war von einer Vertragslaufzeit bis 2018, bestätigen wollte dies der Rekordmeister bislang aber nicht.

Trotz des Badstuber-Abgangs: Keine Sorgen bei Bayern

Die Bayern haben nun mit Javi Martinez, Jerome Boateng (der allerdings bis März ausfällt) und Mats Hummels nur noch drei gelernte Innenverteidiger im Kader, allerdings bewiesen David Alaba und Joshua Kimmich bereits, dass sie diese Rolle bestens ausfüllen können. An der Säbener Straße muss man sich daher keine Gedanken machen.

Doch wie plant der FC Schalke mit dem 31-fachen Nationalspieler? Markus Weinzierl hat die Dreier- respektive Fünferkette bei den Knappen salonfähig gemacht. In der Hinrunde agierten dabei meist Benedikt Höwedes, Naldo und Matija Nastasic im Zentrum, Alessandro Schöpf und Sead Kolasinac flankierten die drei Innenverteidiger.

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Außer den Youngsters Thilo Kehrer und Joshua Bitter hatte Königsblau allerdings keinen weiteren gelernten Innenverteidiger in seinen Reihen. Insofern musste Christian Heidel quasi zuschlagen, wenn er die Chance bekommt, einen etablierten und international renommierten zentralen Abwehrmann zu verpflichten. So war angeblich auch Manchester City mit Badstubers Ex-Coach Pep Guardiola am Innenverteidiger dran.

Muss Nastasic auf die Bank? 

Für Kehrer, der zum Ende der Hinrunde dreimal in Folge in der Anfangself stand, wird es nun wieder schwieriger auf Einsatzzeiten zu kommen. Aber auch Nastasic, der mit einer Adduktorenverletzung zuletzt ausfiel, muss um seinen Platz fürchten. Denn Linksfuß Badstuber kann die Rolle als linkes Glied der Dreierkette perfekt ausfüllen.

Aufgrund der Doppelbelastung und der Verletzungsanfälligkeit von Höwedes und auch von Naldo, der inzwischen auch schon 34 ist, musste Schalke noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Mit Badstuber hat Heidel natürlich die Luxusvariante bekommen, die das ganze Team noch mal einen Tick besser macht – sollte er denn fit bleiben.

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Seit 2012 hat der 27-Jährige nun schon diverse heftige Verletzungen erlitten. Neben zwei Kreuzbandrissen, einem Sehnenriss, einer Entzündung des Hüftbeugers und eines Muskelrisses, brach sich Badstuber vor knapp einem Jahr das Sprunggelenk. Insofern muss auch abgewartet werden, wie sein Körper die hohe Belastung mit Spielen alle drei Tage überhaupt verkraftet.

Wenn er fit war, hat Badstuber gerockt

Weinzierl wird ihn durchaus behutsam aufbauen und ins Team integrieren, damit er die erhofften Minuten bekommt. So kann Badstuber wieder zur alten Klasse zurückfinden, die Bayern bekommen im Sommer womöglich ein richtiges Luxusproblem und der FC Schalke hat für ein halbes Jahr eine weitere Option für seine Dreierkette.

Somit wäre Badstuber sicherlich eine ziemlich interessante Angelegenheit für den einen oder anderen Comunio-Manager. Denn dass er ein richtiges Comunio-Monster sein kann, bewies er in seiner letzten verletzungsfreien Spielzeit 2011/12, in der er überragende 158 Punkte holte. Wenn er bis zum Sommer nur ein Drittel davon holen würde, wäre das wohl für alle Beteiligten mehr als zufriedenstellend.

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Autor: Florian Schimak

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