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Sie gelten nicht nur als beste Kumpels, sondern auch als Deutschlands beste Fußballer. Doch zusammen gespielt haben Marco Reus, Mario Götze und Andre Schürrle beim BVB fast noch nie. Das könnte sich jetzt ändern. 

Die Kaderplanung von Borussia Dortmund vor der Saison 2016/17 war vielversprechend. Marco Reus und Mario Götze in einem Team, dazu kam auf Wunsch von Trainer Thomas Tuchel noch Andre Schürrle dazu. Die drei Nationalspieler verstehen sich nicht nur neben dem Platz blendend, sie harmonieren auch auf dem Feld hervorragend. Wir erinnern uns etwa an Maracana im Sommer 2014. 

Nur 24 Minuten gemeinsam auf dem Platz

Anderthalb Jahre später die ernüchternde Bilanz: Reus, Götze und Schürrle standen in der Bundesliga exakt 24 Minuten gemeinsam auf dem Platz. Das war im Januar 2017 gegen Mainz. Immerhin traf damals Reus nach Vorarbeit von Schürrle zur zwischenzeitlichen Führung. Ansonsten war entweder Reus verletzt, Götze krank und/oder Schürrle nur auf der Bank oder ebenfalls angeschlagen. 

Ein Zustand der sich jetzt schnell ändern wird und der beim BVB gleich mehrere Probleme lösen könnte. Reus ist nach seinem Kreuzbandriss wieder fit, hat gleich gegen Hamburg gezeigt, wie immens wichtig er für das Spiel der Borussen ist. Seine Dribblings, die schnellen Pässe nach vorne, dazu noch seine Abschlussstärke wurde sehnlichst vermisst im letzten halben Jahr. Dass er nach Verletzungen sofort wieder da ist, hat er oft genug bewiesen. 

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Wie gut Reus und Götze zusammen harmonieren ist bestens aus der Saison 2012/13 dokumentiert. Beide Spieler legten sich die Tore regelmäßig gegenseitig auf – oder im Zweifel eben auf Torjäger Robert Lewandowski. Götze ist nach seiner Stoffwechsel-Erkrankung inzwischen sicher ein anderer Spieler als noch vor fünf Jahren, kommt jetzt aber erst wieder so richtig in Schwung. Bleibt er gesund, ist von ihm noch viel zu erwarten.

Bleibt noch Andre Schürrle, das stetige Sorgenkind der Schwarz-Gelben. In der Winter-Transferperiode wurde er nahezu täglich mit einem neuen Verein in Verbindung gebracht, nur um jetzt so richtig durchzustarten. Gegen Köln und Hamburg sammelte er zuletzt herausragende 19 Punkte, Siegtreffer gegen Köln und Assist auf Götze gegen den HSV inklusive. 

Bleibt in der Startelf überhaupt Platz für alle drei?

Eine gute Frage, die spätestens nach dem HSV-Spiel mit Ja beantwortet werden kann. Schürrle wird aufgrund seiner starken Leistungen zuletzt auf Linksaußen gesetzt bleiben, da sich weder die verletzten Sancho und Yarmolenko noch der derzeit formschwache Pulisic als Konkurrenten aufdrängen. Reus hingegen wird, wie gegen den HSV, als Zehner agieren, eine Rolle, die ihm nach eigenen Angaben sowieso am besten gefällt. Und Götze hat sich nach seiner Erkrankung ohnehin in einer etwas defensiveren Rolle auf der Acht neu erfunden – abgesichert von einem klaren Sechser wie Julian Weigl. Gerade durch die aktuelle Blessur von Stöger-Liebling Shinji Kagawa spricht jetzt viel dafür, dass alle drei bald gemeinsam auflaufen werden. 

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Natürlich hat das Trio bei Comunio seinen Preis. Reus kratzt bereits an den 12 Mio., Götze ist bei knapp acht Mio. und Schürrle ist als einer der Marktwertgewinner der letzten Woche nun auch schon fast fünf Mio. wert. Doch die Investition in das Trio kann sich durchaus lohnen. Gerade in den aktuell sehr angespannten Wochen beim BVB, wo es auch innerhalb der Mannschaft nicht immer stimmt, könnten das Trio eine Führungsrolle übernehmen. Die eigentlichen Leader Nuri Sahin, Marcel Schmelzer und Roman Weidenfeller spielen sportlich ohnehin nur noch die zweite Geige. Das Trio Reus/Götze/Schürrle ist hingegen längst dem Talentstatus entwachsen, zwei von ihnen nennen sich seit vier Jahren Weltmeister, der andere zählt immerhin noch als wahrscheinlich beste Kicker Deutschlands. Und das mit ihnen auch die Spielfreude auf den Platz zurückkehrt, dürfte beinahe selbstverständlich sein.

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Autor: Karol Herrmann

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