Protagonisten des neuen Schalker Kreisels: Goretzka, Meyer und Geis (v.re.n.li.)

Foto: © picture alliance / Sven Simon
Der FC Schalke 04 ist katastrophal in die neue Saison gestartet, erst am 6. Spieltag erzielten die Knappen den ersten Sieg nach zuvor fünf Niederlagen am Stück. Eigentlich wollte Markus Weinzierl nach den teils spektakulären Neuverpflichtungen die Rotation – vor allem im Mittelfeldzentrum – einführen. Das brachte bislang aber keinen Erfolg.

Max Meyer (2.080.000, 0)

Voller Vorfreude kehrte Meyer nach einem starken Olympiaturnier aus Rio nach Gelsenkirchen zurück. Der Youngster wollte sich nach seinen Gala-Auftritten als Kapitän der Hrubesch-Elf und seinem Treffer gegen Brasilien im Finale auch endlich auf Schalke in eine leitende Rolle dribbeln, doch daraus wurde leider nichts.

Stand er gegen die Eintracht am 1. Spieltag noch in der Startelf, fand er sich anschließend auf der Bank wieder. Erst gegen Köln durfte er wieder über 90 Minuten ran, ehe er seitdem lediglich 30 Minuten spielte. Könnte nun von der Embolo-Verletzung profitieren und womöglich in vorderster Front seine Chance bekommen.

Meyers Spiel fehlt allerdings voll und ganz die Leichtigkeit und damit auch die Sicherheit. Die häufigen Wechsel haben seiner Form und seinem großen Selbstvertrauen, dass er nach Olympia hatte, offensichtlich geschadet – ist er doch noch ohne jegliche Torbeteiligung.

Leon Goretzka (2.560.000, 6)

Wenn man so will, ist der Ex-Bochumer die Antipode zu Meyer. Goretzka musste aufgrund einer Schulterverletzung nach dem ersten Spiel aus Rio abreisen und verpasste deswegen sogar den 1. Spieltag auf Schalke. Seitdem gehörte er immer zur Startelf (nur gegen Köln fehlte er aufgrund muskulärer Probleme), wo er meist auf der Zehn zum Einsatz kommt.

Beim 4:0-Befreiungsschlag gegen Gladbach erzielt Goretzka sogar einen Treffer, doch auch dem Youngster ist die Verunsicherung nach dem schwachen Saisonstart noch immer anzumerken. Auch in Sachen Comunio-Punkten (6) ist noch ordentlich Steigerungspotenzial da.

Ist aufgrund seiner Flexibilität von Weinzierls Rotation fast ausgeschlossen, obwohl er recht verletzungsanfällig ist.  Gegen Hoffenheim setzte ihn der Coach anfangs auf Rechtsaußen ein, dürfte sich nun aber seinen Platz im Zentrum gesichert haben.

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Johannes Geis (2.890.000, 6)

Der ehemalige Mainzer hatte in der Sommerpause fünf Kilo verloren, wirkte fitter und drahtiger, als in der Vergangenheit und ging voller Euphorie in die neue Saison. Gegen Frankfurt gab’s dann das böse Erwachen und Geis war in der Folgezeit erstmal nicht mehr gefragt, ehe ihn Weinzierls Rotation wieder in die Startelf spülte.

In den letzten beiden Partien stand Geis aber in der Startelf – und Schalke verlor nicht. Da der Coach wohl festgestellt haben dürfte, dass sein Team nach dem schwachen Start Sicherheit benötigt, ist davon auszugehen, dass Weinzierl seine Formation zunächst beibehalten wird und Geis nun wieder seinen Platz hat.

Nabil Bentaleb (4.100.000, 14)

Sowas wie der Lieblingsspieler von Weinzierl. Abgesehen vom 1. Spieltag, wo Bentaleb erst eine Viertelstunde vor Schluss kam, stand er in den folgenden sechs Partien immer 90 Minuten auf dem Platz und fiel so der Rotation nicht zum Opfer.

Die Leihgabe von den Tottenham Hotspur glänzte bereits mit zwei Vorlagen und einem Treffer und scheint für Weinzierl unverzichtbar zu sein. Bentaleb ist ein klassischer Box-to-Box-Spieler, mit seiner technischen Stärke und seiner robusten Spielart hat er sich auch schnell in der Bundesliga akklimatisiert und ist bei Comunio nach Embolo und Choupo-Moting der beste Schalker Feldspieler.

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Benjamin Stambouli (1.550.000, 0)

Bislang der Verlierer im Schalker Rotations-Kreisel. Gehörte der Franzose wegen Trainingsrückstand gegen die Eintracht noch nicht zum Kader, konnte er gegen die Bayern und Hertha nicht überzeugen und fand sich anschließend auf der Bank wieder. In den letzten beiden Partien saß er dort sogar 90 Minuten.

Durch die allgemeine Verunsicherung und der fehlenden Integration ins Team, ist es für Stambouli derzeit schwer, seinen Platz zurückzuerobern. Da Weinzierl die Rotation vorerst ausgesetzt hat, muss sich der Neuzugang von PSG nun erstmal gedulden und auf seine Chance in den nächsten Wochen hoffen.

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Autor: Florian Schimak

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