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Alle Jahre wieder heißt es vor der 1. Runde: “Der Pokal hat seinen eigenen Gesetze”. Der Ursprung für diese Floskel gab es in Eppingen, dort fand quasi die Mutter aller Pokalüberraschungen statt. Danach blamierte sich vor allem der FC Bayern gleich zwei Mal bis auf die Knochen und auch der BVB als damaliger amtierender Champions-League-Sieger flog gegen einen Amateur-Klub raus. Comunioblog zeigt die fünf größten Pokalüberraschungen.

26. Oktober 1974: VfB Eppingen – Hamburger SV 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Störzer (60.), 2:0 Störzer (70.), 2:1 Bertl (79.)

Aufstellung HSV: Kargus – Krobbach, Kalt, Hidien – Memering, Eigl (ab 46. Bertl), Björnmose, Volkert, Spärlich – Reimann, Mackensen

Über 40 Jahre ist es nun her, als die Mutter aller Pokalsensationen geboren wurde. Damals reiste der HSV als Bundesliga-Tabellenführer in der 2. Runde ins schöne Eppingen, ein kleiner Amateur-Klub in der Nähe von Sinsheim. Nach einer torlosen ersten Hälfte erzielte Gerd Störzer mit deinem Doppelpack die 2:0-Führung, der eingewechselte Bertl konnte lediglich nur noch verkürzen und am Ende war die erste große Sensation im DFB-Pokal perfekt.

„Nach dem 0:0 zur Halbzeit war schon die Hoffnung da, dass wir gewinnen können”, erinnerte sich Eppinges Abwehrass Raimund Lietzau. Der HSV hatte das Amateurteam schlichtweg unterschätzt – und von da an hatte der Pokal eben seine eigenen Gesetze.

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4. August 1990: FV Weinheim – FC Bayern München 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Schwechheimer (28./Foulelfmeter)

Aufstellung FCB: Aumann – Augenthaler – Kohler, Grahammer – Pflüger – Bender (ab 57. Kögl), Effenberg (ab 57. Wohlfarth), Strunz, Reuter – Mihajlovic, Laudrup

Das mit den eigenen Gesetzen durfte auch der FC Bayern in den 90ern am eigene Leib erfahren. Mit Jupp Heynckes auf der Bank unterlag der haushohe Favorit dem damaligen Drittligisten aus der Oberliga Baden-Württemberg mit 0:1.

Dabei traten die Bayern mit einer durchaus starken Truppe an. Spieler wie Klaus Augenthaler, der vier Wochen zuvor im WM-Finale gegen Argentinien Diego Maradona geschlagen hatte oder Stefan Effenberg konnten die Niederlage gegen den Underdog aber auch nicht verhindern. Ein ähnliches Fiasko erlebten die Bayern aber fast auf den Tag genau vier Jahre später.

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14. August 1994: SpVgg Vestenbergsgreuth – FC Bayern München 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Stein (43.)

Aufstellung FC Bayern: Kahn – Helmer – Babbel – Jorginho, Hamann (46. Schupp), Matthäus, Nerlinger, Sternkopf – Scholl – Witeczek (53. Valencia), Papin

Wieder ging’s gegen einen Drittligisten, dieses Mal aus der damaligen Regionalliga Süd – und wieder gab’s ein 0:1. Spieler wie Oliver Kahn, Lothar Matthäus oder Mehmet Scholl trugen damals das Trikot des FC Bayern. Die peinliche Niederlage aber konnten auch sie nicht verhindern. Bei den Gastgebern überzeugte übrigens ein gewisser Harry Koch, der anschließend über 200 Bundesligaspiele für den 1. FC Kaiserslautern bestritt.

28. Oktober 1997: Eintracht Trier – Borussia Dortmund 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Thömmes (37.), 2:0 Czakon (50.), 2:1 Kohler (53.)

Aufstellung BVB: Klos – Kohler – Schneider (ab 69. Gambo), Heinrich – Sauerland, Reinhardt, Freund (ab 58. But), Möller, Lambert – Sousa (ab 46. Kirovski) – Herrlich

Als frischgebackener Champions-League-Sieger und mit Nevio Scala (der als Hitzfeld-Nachfolger verpflichtet wurde) traf der BVB in der 2. Runde auf den Drittligisten, der zuvor schon den UEFA-Cup-Sieger FC Schalke aus dem Wettbewerb kegelte. Ein Treffer vor und kurz nach der Pause sorgte für die 2:0-Führung der Trierer, das Anschlusstor von Jürgen Kohler kurz darauf half alles nichts. Am Ende kamen die Dortmunder auch in der Liga nur auf den 10. Platz und Scala musste die Trainerbank schon wieder räumen.

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18. August 2012: Berliner AK – TSG Hoffenheim 4:0 (3:0)

Tore: 1:0 Cakmak (3.), 2:0 Gerlach (31.), 3:0 Kruschke (40.), 4:0 Cakmak (49.)

Aufstellungen TSG: Wiese – Beck, Vestergaard, Delpierre, Thesker – Rudy (ab 46. Usami), Weis – Vukcevic (ab 46. Salihovic), Volland, Firmino (ab 60. Schipplock) – Derdiyok

Fünf Jahre ist diese verrückte Geschichte nun schon wieder her. Die TSG mit Trainer Markus Babel und Kapitän Tim Wiese war mit großen Hoffnungen in die Saison gestartet, doch zum Auftakt folgte direkt die Ernüchterung. Gegen den Regionalligisten aus der Hauptstadt gab es ein auch in der Höhe verdientes 0:4, was der Anfang vom Ende für die TSG war.

Wiese erlebte ein den folgenden Wochen eine Demontage sondergleichen, die Trainingsgruppe II wurde geboren und Hoffenheim verlor sich irgendwo zwischen Hopp-Millionen und Europapokal-Träumen selbst. Erst als Julian Nagelsmann vor zwei Jahren das Ruder bei der TSG übernahm, kehrte wieder so etwas wie Ruhe ein. Nun geht’s in der CL-Qualifikation gegen den FC Liverpool. 

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Autor: Florian Schimak

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