Unterhält man sich über Comunio, hört man häufig die These: Stelle dein Team möglichst offensiv auf und du punktest gut. Aber stimmt das eigentlich?  

Sollte man möglichst mit drei Stürmern agieren? Nicht unbedingt! Schaut man sich die Top 20 der Feldspieler an, befinden sich nur sechs Stürmer in der Liste. Natürlich werden einige sagen, dass Thomas Müller oder Marco Reus eher Stürmer als Mittelfeldspieler sind, aber gleiches gilt andersherum für die im Sturm geführten Max Kruse und Jefferson Farfan.

Ein breites Mittelfeld bringt Erfolg

Ohnehin sind Stürmer in Zeiten des oftmals praktizierten 4-2-3-1 so selten wie ein zufriedener Matthias Sammer nach einem Bayern-Spiel. Dementsprechend teuer sind die Angreifer. Daher lohnt es sich sein Team mit hochkarätigen Mittelfeldspielern auszustatten.

Sieben Spieler aus der Top Ten haben ihr Zuhause im Mittelfeld. Und wen wundert es, dass außer Gonzalo Castro, alle beim FC Bayern oder BVB unter Vertrag stehen. Das bedeutet in der Regel auch einen gepfefferten Marktwert, denn Nomen est Omen – auch bei Comunio.

Wer sich die Edelkicker nicht leisten kann, sollte sich durchaus mal bei den Klubs dahinter umschauen. Auch hier gibt es Punkte im hohen zweistelligen Bereich, aber für die Hälfte des Geldes. Als Beispiel kann man hier sicher Aaron Hunt, Hiroshi Kiyotake oder auch die Mainzer Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger nennen.

Es macht daher Sinn seinen Kader mit einem breiten Mittelfeld aufzubauen. Dabei sollte man vornehmlich offensiv ausgerichteten Spielern vertrauen. Bei den defensiven Mittelfeldspielern ist man in der Regel nur bei den Top-Teams auf der sicheren Seite. Insgesamt ist die Auswahl groß. Gleichzeitig kann man Qualität zum vertretbaren Marktwert ergattern.

Innenverteidiger punkten besser

Da sieht es in der Abwehr ganz anders aus. Die Topstars sind teuer. Dante und Philipp Lahm, die die Defensiv-Akteure in Sachen Punkte anführen, kosten um die 8 Millionen. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt natürlich, aber die Auswahl an zuverlässig punktenden Abwehrspielern ist viel geringer.

Zwar gibt es auch hier Schnäppchen, Nikolce Noveski oder Per Nilsson sind hier genannt, aber vertraut man über eine ganze Saison Routiniers von Nürnberg und Mainz? Eher nicht. Die latente Gefahr von Minuspunkten ist immer vorhanden. -8, 45, -4, 12 sind beispielsweise Nilssons Werte aus den vorherigen Spielzeiten. Konstanz sieht anders aus. Doch gänzlich ohne Abwehr geht es auch nicht. Hier sind es oftmals die Etablierten, die solide Punkte versprechen.

Naldo etwa liegt bei 96 Punkten, trotz der schwachen Wolfsburger Saison. Martin Stranzl (92) und Benedikt Höwedes (80) punkten ebenfalls konstant. Die Ausbeute der Innenverteidiger ist dabei im Schnitt leicht höher, als die der Kollegen auf den Außenseiten.

Stürmer rar gesäht

Die jeweiligen Top 25 der drei Positionsbereiche unterstützen die Aussagen. Während bei den Angreifern Claudio Pizarro mit gerade einmal 26 Punkten die Liste abschließt, haben Heiko Westermann und Holger Badstuber mit 56 Zählern fast doppelt so viele Punkte als Schlusslichter der Abwehrstrategen. Im Mittelfeld haben Daniel Caligiuri und Xherdan Shaqiri auf dem geteilten 24. Platz gar schon 80 Punkte.

Natürlich gibt es immer Ausreißer in alle Richtungen und bekanntlich soll man keiner Statistik glauben, die man nicht selbst gefälscht hat. Doch die Tendenz ist klar: Es lohnt sich mit fünf (bzw. sechs bei den Pro Playern) Mittelfeldspielern zu agieren. Dort ist das Angebot groß und der Preis bezahlbar.

Dazu ein Stürmer und eine Abwehrreihe, die vornehmlich aus Innenverteidigern besteht und der kommenden Meisterschaft steht nichts mehr im Weg. Zumindest in der Theorie.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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