Walace: Copacabana statt Abstiegskampf?

Still ruht der See vor dem Wochenende: Viel „könnte“, manches „möglicherweise“, das ist in der Gerüchteküche eine recht fade Mischung. Dazu sind auch noch wenige Punkte im Topf. Probieren sollte man aber dennoch mal!

Walace (Hamburger SV, Mittelfeld)

Kein Bock (mehr) aufs Hamburger Schietwetter: Walace lässt nicht nur immer wieder Wechselgedanken durchblicken, sondern hat gleich seinen Heimaturlaub im Warmen eigenmächtig verlängert und damit für große Aufregung in Hamburg gesorgt. Nach der Rückkehr des Brasilianers griffen dann natürlich die üblichen Mechanismen: Großes Palaver, Geldstrafe, zumindest vereinsseitig die Beteuerung, dass alles wieder gut werden kann und dass ein Wechsel nicht zur Debatte steht. Aber machen wir uns nichts vor: Wie oft endete eine solche Konstellation in einem „Weiter so“? „Natürlich ist es nicht glücklich, wenn uns ein Spieler in dieser Situation im Stich lässt. Aber er wird seine Gründe gehabt haben“, sagte Mitspieler André Hahn dem Kicker und ahnt dabei sicher: Ja, natürlich hat der Mittelfeldspieler Gründe – und die könnten Palmeiras, Atletico Mineiro oder Flamengo Rio de Janeiro heißen. Aber klar, natürlich wird es keinen Winterwechsel geben. Zwinker, zwinker.

Yevhen Konoplyanka (FC Schalke 04, Sturm)

39 Punkte in 16 Spielen: Yevhen Konoplyanka kommt beim FC Schalke ganz langsam auf Touren. Nach einer unterirdischen Premierensaison mit nur 15 Punkten fängt das Investment – der Ukrainer wurde nach einer Leihsaison vor der laufenden Runde für 12,5 Millionen fest verpflichtet – an, sich sportlich auszuzahlen. Und in dieser Winterpause könnte sich das ganze Geschäft auch finanziell lohnen: Schachtjor Donezk soll am Mittelfeldspieler interessiert sein, der beim ukrainischen Spitzenklub den Brasilianer Bernard ersetzen könnte, den es in die Premier League ziehen soll. Viel „könnte“, viel „soll“ in der Ukraine – eine klare Ansage gibt´s aber aus Gelsenkirchen: „Wir werden ihn nicht abgeben“, sagt Axel Schuster, Direktor Sport beim FC Schalke 04. Aber was heißt das schon, solange das Transferfenster offen ist? Mit kolportierten fünf Millionen gehört Konoplyanka zu den Spitzenverdienern im königsblauen Kader. In Gelsenkirchen werden sie sich irgendwann fragen, ob 39 Comunio-Punkte (oder eher: Zwei Tore in 33 Spielen) das rechtfertigen.

Rückrundenvorschau Hamburger SV: Ohne Trainerwechsel den Abstiegskampf überstehen
HSV-Trainer Markus Gisdol mit Stürmer Andre Hahn

Der Hamburger SV steht auf einem direkten Abstiegsplatz - und das nach zwei Siegen zum Saisonauftakt. Dennoch hält man am Trainer fest. Zu Recht. Aber: Verstärkung muss her. Die Rückrundenvorschau!

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Luca Caldirola (SV Werder Bremen, Abwehr)

Ist das aufregend: Luca Caldirola steht vor einem Wechsel in die italienische Heimat. Tausende Comunio-Manager sind elektrisiert. Oder nicht? Ein Einsatz, zwei Punkte, Marktwert 170.000. Okay, vielleicht hält sich die Spannung auch in der Comunio-Welt in Grenzen. Die Caldirola-Fans bei Comunio werden sich wohlig an die Saison 15/16 zurück, als der Verteidiger beim SV Darmstadt 98 gute 56 Punkte sammelte – und ihn mit einem herzhaften Schulterzucken zu (möglicherweise) Cagliari Calcio verabschieden.

Ulisses Garcia (SV Werder Bremen, Abwehr)

Und noch einer ist beim SV Werder auf dem Sprung: Der schweizer U-21-Nationalspieler Ulisses Garcia soll die Rückrunde beim 1. FC Nürnberg bestreiten und dort Spielpraxis sammeln. Der Linksverteidiger kommt in Bremen nicht an Ludwig Augustinsson vorbei und auch hinter dem Schweden wartet noch starke Konkurrenz. So kam Garcia in dieser Hinserie nur einmal (beim 0:0 gegen den HSV) zum Zuge. Die Leihe steht wohl unmittelbar vor dem Abschluss.

[Update: Die Leihe ist fix.]

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Autor: Till Erdenberger

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