Schon mal auf Visite im Wüstenstaat: Franck Ribery

Eine Woche vor dem Start der Rückrunde halten sich die sportlich Verantwortlichen auffällig zurück, das Vertrauen in die Kader scheint noch groß zu sein. Oder will man doch noch nur die ersten ein, zwei Rückrundenspiele abwarten, bevor der Stein ins Rollen kommt? Hier kommen die lauwarmen Transfergerüchte des Tages.

Starten wollen wir aber mit einem schweren Tadel für Rouven Schröder: Der Manager von Mainz 05 hat einfach so mir nichts, dir nichts Nigel de Jong verpflichtet, ohne dass irgendjemand vorher davon wusste oder es wenigstens ahnte. Schade, es hätte eines der schönsten Transfergerüchte der vergangenen Tage sein könnte: Ex-WM-Finalist hilft im Bundesliga-Abstiegskampf. So müssen wir heute leider kleinere Brötchen backen. 

Franck Ribéry (FC Bayern München, Mittelfeld)

Dribbelt sich Franck Ribéry bald durch den Wüstensand Katars? Das würde sich auf alle Fälle Xavi Hernandez wünschen. Der Weltmeister und langjährige Weltklassespieler vom FC Barcelona lässt mittlerweile beim Al-Sadd SC ausklingen und sich den großen Ruhm mit vielen, vielen Millionen bezahlen. In der sportlich uninteressanten Liga scheint es aber derart langweilig zuzugehen, dass sich der Spanier einen Spielkameraden wünscht, der der Frührente ein bisschen mehr Klasse verleiht. Und gedacht hat Xavi dabei an – genau – Franck Ribéry. „Es wäre für jeden hier super. Auch für Franck Ribery. Klar ist das fußballerische Niveau ein anderes als in Europa. Aber für Franck Ribery wäre es sicher nett, wenn er hierher wechseln würde“, verriet Xavi Bild. „Ich würde gerne mit ihm zusammenspielen. Es wäre schon, wenn er zu uns wechseln würde.“ Gilt das in Zeiten wie diesen schon als Transfergerücht?

Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld)

Steht dem europäischen Fußball eine große Familienzusammenführung bevor? Zumindest für den Sommer scheint das kein ganz unwahrscheinliches Szenario zu sein: So soll der FC Chelsea um die Dienste von Thorgan Hazard buhlen, dessen Brüder Kylian und Eden bereits bei den Blues. Für den Winter kommt ein Wechsel des Mittelfeldspielers, der mit 74 Punkten eine starke Saison spielt, aber noch nicht in Frage. Der verriet Bild am Sonntag: „Wenn man in seinem Klub gut spielt und seinem Team hilft, Siege einzufahren, macht das einen natürlich für große Klubs interessant. Im Moment zählt für mich aber nur Borussia. Und, dass sich der Klub wieder für Europa qualifiziert.“ Das wird man nicht nur in Mönchengladbach gerne hören.

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Alessio da Cruz (Novara Calcio, Sturm)

Beim HSV kämpfen sie in diesem Jahr mal wieder mit vielen Problemen. Eines der dringlicheren: 15 Hinrundentore bedeuten auch in dieser Statistik einen Abstiegsplatz, vorne muss dringend nachgebessert werden. Vor allem, wenn man nicht den gesamten Druck des Toreschießens auf den Schultern eines 17-Jährigen abladen möchte. Nachdem sich der angedachte Transfer von Leverkusens Admir Mehmedi zerschlagen hat, scheinen die Hanseaten ihre Angeln nun in Italien ausgeworfen zu haben. Dort – bei Novara Calcio – spielt der niederländische Linksaußen Alessio da Cruz. Der ehemalige U18-Nationalspieler der Niederlande traf in der abgelaufenen Hinrunde der Seria B fünfmal in 19 Spielen. Klingt erstmal nicht so aufregend? Dazu muss man wissen, dass der junge Mann angeblich auch beim VfL Wolfsburg, dem FC Arsenal und dem FC Liverpool auf dem Zettel steht. Irgendwas muss also dran sein, am Rechtsfuß. Und in Hamburg wird man sich sicher geschmeichelt fühlen, mal wieder in einem Atemzug mit den illustren Mitinteressenten genannt zu werden.

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Autor: Till Erdenberger

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