Vor einer Verpflichtung beim BVB? EIn Jamaikaner.

Das werden Pulisic, Reus und Co. nicht gerne hören: Den BVB-Verantwortlichen scheint nicht ausreichend Tempo im Spiel zu sein. Deswegen bittet man einen Jamaikaner zum Probetraining, der die vermeintliche Schwachstelle schnell schließen könnte.

Usain Bolt (vereinslos, Mittelfeld)

Zugegeben: Bisher hat der Jamaikaner noch keine Visitenkarte in einer der großen europäischen Topligen hinterlegt. Und doch verspricht man sich in Dortmund offensichtlich etwas vom geschmeidigen 31-Jährigen. So viel, dass man ihn zum Probetraining lud. „Ich werde im März ein Probetraining bei Dortmund machen und das wird entscheiden, ob was aus dieser Karriere wird. Wenn sie sagen, dass ich gut bin und ein bisschen Training brauche, werde ich es machen“, verriet Bolt der englischen „Express“. Was der schnelle Mann drauf hat? Landsmann Leon Bailey, selbst DER Shootingstar der Hinrunde und für Ligakonkurrent Bayer Leverkusen am Ball, verrät: „Kicken kann er. Ob es mehr werden kann, das vermag ich nicht zu beurteilen.“ Muss er auch gar nicht, denn das ist die Aufgabe von BVB-Trainer Peter Stöger. Aber Vorsicht: Sollte Bolt im Probetraining überzeugen und man entschließt sich in Dortmund zu einer Verpflichtung, ist die Personalie damit noch lange nicht durch. Denn der achtfache Olympiasieger hat eigentlich andere Ziele: Einer meiner größten Träume ist es, für Manchester United zu spielen. Ich habe mit Alex Ferguson geredet und ihm gesagt, er soll ein gutes Wort für mich einlegen. Er sagte mir, wenn ich fit und bereit bin, wird er sehen, was er machen kann.“ Aufatmen bei Pulisic, Reus und Co.

Leon Bailey (Bayer 04 Leverkusen, Sturm)

Und auf der Insel könnte Bolt dann – wenn er Peter Stöger und Alex Ferguson überzeugt – schnell wieder auf schon zitierten Leon Bailey treffen. An dem sind wohl gleich drei Clubs aus der Premier League dran. Und wenn der FC Chelsea, der FC Arsenal und Manchester United an deiner Tür scharren, wird es Spielern und Finanzvorständen warm ums Herz. Bisher konnten sich die Verantwortlichen von Bayer den Abwerbeversuchen erwehren, im Sommer könnte es aber tatsächlich so weit sein. Der jamaikanische Shootingstar selbst macht aus seiner Begeisterung für den englischen Fußball keinen Hehl: „Grundsätzlich war und ist England weiter mein Traum. Und wenn ich weiter hart arbeite, bin ich mir sicher, dass es eines Tages klappt“, sagte Bailey Bild. Gut möglich, dass „eines Tages“ schon vor der Tür steht.

Leon Bailey: Pfeilschneller Bruno Mars mit skurriler Vergangenheit
Leon Bailey ist einer der Spieler der Hinrunde.

Der 20-Jährige begeisterte mit seinen Dribblings, Toren und Aktionen. Für nicht wenige Experten war der Jamaikaner der Akteur der Hinrunde. Dabei hat Bailey ein durchaus seltsame Vergangenheit.

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Gojko Kacar (FC Augsburg, Mittelfeld)

„Ich bekomme zwar viele Anfragen, aber die schiebe ich zu meinem Berater und Onkel Milan. Ich konzentriere mich nur auf meinen Job beim FCA. Natürlich wünsche ich mir mehr Spiele. Aber ich habe nicht vor zu wechseln, Stand jetzt bleibe ich hier“, sagt Mittelfeldspieler Gojko Kacar, der in der Hinrunde nur zu zwei Einsätzen (zwei Punkte) im Mittelfeld des FC Augsburg gekommen ist. Grund für das klare Bekenntnis zu einem Verbleib in der Rosenau war wohl eine Meldung, wonach ein Wechsel in die zweite Liga zum SV Darmstadt 98 vor der Tür stünde. Ist dann wohl doch nicht so – aber die Transferperiode ist bekanntermaßen noch jung.

Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld)

Spielen oder weg – diese Devise gibt Borussias Mittelfeldspieler Patrick Herrmann aus. Zumindest will das Fußball Bild wissen. Denn Herrmann ist unzufrieden mit seiner Situation. Zwar kam der Flügelspieler in der Hinrunde immerhin zwölfmal zum Einsatz, davon jedoch nur sechsmal von Beginn an und nur einmal von Beginn an. Das Problem: Herrmann-Konkurrent Thorgan Hazard spielt eine bärenstarke Runde (sechs Tore, 74 Comunio-Punkte), Trainer Hecking hat eigentlich keinen Grund, personell etwas zu verändern. Auch wenn das echte Fohlen Herrmann im Testspiel gegen Mainz 05 durchaus überzeugte und der Trainer sagt „Die Jungs, die in Mainz gespielt haben, haben es sehr gut gemacht und sich damit angeboten.“ Trotz dieser netten Worte wäre es doch eine Überraschung, wen Hazard zum Rückrundenauftakt gegen den 1. FC Köln draußen bleiben müsste. Gut möglich also, dass Herrmann seinen Berater mal die Fühler ausstrecken lässt – wenn auch wohl erst für einen Wechsel im Sommer.

Rückrundenvorschau Borussia Mönchengladbach: Zwischen Genie und Wahnsinn
imago/Team2

Zwischen Genie und Wahnsinn präsentiert sich Gladbach 2017/18. Dennoch steht die Fohlenelf verhältnismäßig gut da. Um das klare Ziel Europapokal nicht noch zu gefährden, muss endlich mehr Konstanz rein.

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Dominik Kaiser (RB Leipzig, Mittelfeld)

Geht in Leipzig der langjährige Kapitän von Bord, der mit dem Projekt quer durch alle Ligen gewandert ist? Seit sechs Jahren ist Dominik Kaiser bei RB, jetzt könnte der Abschied bevorstehen. Denn am Mittelfeldspieler, der in dieser Runde nur auf sechs Einsätze (einer von Beginn) kommt, steht beim HSV auf dem Zettel. Dessen Sportdirektor Jens Todt sagte der Hamburger Morgenpost, Kaiser sei „ein interessanter Spieler, mit dem wir uns beschäftigen“, der Spieler berichtet, er mache sich „Gedanken über deutsche Klubs“. Sollte der 29-Jährige schon im Winter wechseln wollen, würde man dem Rekordspieler des Vereins sicher keine Steine in den Weg legen.

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Autor: Till Erdenberger

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