Auf dem Weg nach ganz oben: André Hahn und Bobby Wood

In dieser Rangliste will niemand eine Spitzenposition einnehmen – und dennoch bewerben sich auch in dieser Saison wieder Spieler um den Einzug: Die Flop10 der Comunio-Geschichte. Wer hat einen oder mehrere Anwärter in seinem Kader?

-37 Punkte würden interessierten Bewerbern schon reichen, um die punktgleichen Marek Heinz (Borussia Mönchengladbach), Nemanja Pejcinovic (Hertha BSC) und Faruk Hujdurovic (Energie Cottbus, alle -36) hinter sich zu lassen und sich einen guten Platz in den Flop10 zu erreichen. Und sind die -37 erstmal gebucht, ist es auch nur noch gut eine Tätlichkeit bis zum Platz an der – nunja – Sonne: Abder Ramdane „gelang“ 2001/02 für den SC Freiburg die historisch schlechteste Comunio-Saison aller Zeiten. Wir sagen, wer derzeit auf einem „guten“ Weg in die Comunio-Geschichtsbücher ist.

Alessandro Schöpf (FC Schalke 04, Mittelfeld, -10 Punkte)

Das ist durchaus überraschend: Ein Schalker in dieser Liste und dazu noch einer, der in der vergangenen Saison noch stolze 84 Punkte eingefahren hat. Und Alessandro Schöpf ist natürlich durch eigene Stärke und die gute Saison seiner Königsblauen eigentlich jederzeit in der Lage, sich aus dem Kreise der Verdächtigen wieder hinaus zu schießen. Aber eines ist Fakt: In nur fünf benoteten Einsätzen sammelte der Offensivspieler in dieser Runde -10 Punkte. Bei diesem Schnitt hat der österreichische Nationalspieler rechnerisch ziemlich gute Karten, nochmal „vorne“ – das heißt, ganz hinten – mitzumischen. Tendenz: Das ist natürlich Quatsch, Schöpf wird in dieser Saison nicht Geschichte schreiben, allerdings wohl auch seine mit Abstand schwächste Bundesligasaison ins Ziel bringen.

Ishak Belfodil (SV Werder Bremen, Sturm, -11 Punkte)

Noch -26 Punkte bis in die Comunio-Annalen? Das wird wohl nichts bei Ishak Belfodil. Erstens steigert sich seine Mannschaft gerade in einen schönen Lauf und klettert sukzessive aus dem tiefsten Keller und zweitens tut sie das immer wieder ohne den Sommerneuzugang. Am vergangen Spieltag hat sich der Algerier jetzt erstmal selbst raus genommen: Aufgrund des Pariser Schneechaos steckte der Nationalspieler in der französischen Hauptstadt fest, die er aus privaten Gründen am trainingsfreien Donnerstag besucht hatte.

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Julian Korb (Hannover 96, Abwehr, -11 Punkte)

Es gab mal eine kurze Phase – vom zweiten bis zum vierten Spieltag – da lief es richtig gut für Julian Korb: Zehn Punkte aus drei Spielen, dreimal hintereinander im Plus. Danach war es aber vorbei mit den guten Comunio-Zeiten, in den folgenden 16 Spielen gab´s neun mal Minus für den Verteidiger. 96-Trainer André Breitenreiter lässt sich von dieser Bilanz jedoch nicht nachhaltig beeindrucken und nominiert den 25-Jährigen eisern weiter. Nur am zwölften und am 21. Spieltag (gelbgesperrt) musste Korb pausieren. Gelegenheit, sich im Flop-Ranking noch ordentlich zu „verbessern“, wird es also wohl noch reichlich geben.

Pawel Olkowski (1.FC Köln, Abwehr, -16 Punkte)

Es ist schon ein bisschen bemerkenswert: Mit -16 Punkten ist Kölns Pawel Olkowski der punktschwächste Abwehrspieler der Liga, aber nur der viertschwächste insgesamt. Hätte man so auch nicht gedacht, oder? Die Bilanz des Polen ist besonders beachtlich. Denn für seine reife Punktausbeute benötigte Olkowski nur fünf Spiele. Und noch bemerkenswerter ist, dass noch nicht einmal ein Platzverweis zur miesen Bilanz beigetragen hat. Nein, Olkowski hat einfach fünfmal nicht abgeliefert. Darf man das solide nennen? FC-Trainer Stefan Ruthenbeck haben diese fünf Auftritte offensichtlich gereicht, um sich ein abschließendes Bild seines Verteidigers zu machen: Nach dem 16. Spieltag (-2 gegen den FC Bayern) stand Olkowski nicht mehr im Kader.

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Weston McKennie (FC Schalke 04, Mittelfeld, -16 Punkte)

Vom Schalker Höhenflug lassen sich nicht alle mittragen, zumindest wenn es darum geht, ordentlich Comunio-Punkte einzusammeln. Weston McKennie zum Beispiel. Der US-Nationalspieler sammelte in 14 benoteten Spielen neunmal Minuspunkte ein, was in Summe zumindest vorläufig zu einem Platz auf dem Treppchen in der diesjährigen Comunio-Flop10 führt. In der Realität auf dem Rasen lässt man sich von diesen Werten jedoch nicht beeindrucken, der 19-Jährige hat bereits im vergangenen Jahr einen langfristigen Profivertrag unterschrieben und in der sportlichen Leitung hält man große Stücke auf den jungen Mittelfeldspieler,der eventuell sogar noch vor einer Umschulung zum Innenverteidiger steht. Inzwischen ist McKennie nach einer Innenbandverletzung aber erstmal noch außen vor.

Bobby Wood (Hamburger SV, Sturm, -19 Punkte)

Natürlich, kein Negativ-Ranking ohne Hamburger. Und langsam kommen wir – zwölf Spieltage vor Saisonende – in Regionen, in denen man sich berechtigte Hoffnungen auf eine Aufnahme in die Comunio-„Hall Of Shame“ machen darf. HSV-Angreifer Bobby Wood „freut“ sich über ziemlich übersichtliche -19 Punkte in 17 benoteten Einsätzen. Bei einem mageren Törchen (am ersten Spieltag) und anhaltender Torungefährlichkeit ist es auch kein Wunder, dass sich der US-Amerikaner hier ausnahmsweise mal sehr weit vorne wiederfindet. Mit einem Schnitt von -1,12 Punkten pro Spiel, wird es rechnerisch nicht ganz reichen mit einem EInzug in die Alltime-Flop10, aber wer weiß: Vielleicht gelingt ja noch etwas „Außergewöhnliches“?

André Hahn (Hamburger SV, Sturm, -22 Punkte)

„History in the making“ hallt es aus Hamburg – und dafür muss der HSV noch nicht mal absteigen: Rothosen-Angreifer André Hahn ist auf einem guten Weg, in die Flop10 einzuziehen und sich einzureihen neben Marco Haber (Hansa Rostock, -48), Moussa Latoundji (Energie Cottbus, -42) und Abder Ramdane (SC Freiburg, -50). Zwar gelangen dem Ex-Gladbacher zwei Tore, aber sechsmal -4 oder schlechter sind einfach zu viel. Kaum zu glauben, dass der glücklose Angreifer mal ein Torjäger war und schon eine Saison mit satten 158 Punkten (2013/14) hinter sich hat. Und heute? Geht es nur noch darum, den HSV (mal wieder) irgendwie in der Liga zu halten – und sich selbst raus aus den Alltime-Flop10. Rein rechnerisch ist für André Hahn noch alles möglich. In beide Richtungen.

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Autor: Till Erdenberger

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